Fußzentrum Köln-Bonn
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Hallux valgus

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... besser umfassend diagnostizieren als vorschnell operieren!

Hallux valgus (Großzehenballen)

Ursachen

Der Ballenzeh beruht auf einer zunehmenden Schiefstellung des 1. Mittelfußknochens.
Durch daraus resultierende Sehnenverlagerungen entsteht die zunehmende Schiefstellung und Abweichung der Großzehe zur 2. Zehe hin.
Die Ursachen sind weltweit nicht geklärt, es wird insbesondere eine genetische Disposition vermutet.
Da die Deformation häufiger bei Mädchen und Frauen auftritt, hatte man jahrzehntelang die Schuhmode als Auslöser im Verdacht.
Dies gilt seit Jahren als wissenschaftlich widerlegt.
Auch die Tatsache, dass bereits Kinder, vor allem Mädchen, teilweise bereits unter 10 Jahren und auch Männer die Deformation haben, spricht ebenfalls gegen die Schuhmode als Auslöser.
Natürlich können Ballenzehbeschwerden durch ungünstiges, beengendes Schuhwerk noch verstärkt werden.

Symptome

Für gewöhnlich entwickeln sich Schmerzen an der Erhebung aufgrund der Reibung, die der Schuh an dieser Stelle verursacht. Dieses Reiben des Schuhs führt zu einem roten, entzündeten Gewebesack, Bursitis (Schleimbeutelentzündung) genannt. Im Laufe der Zeit kann der Schmerz bis tief ins Gelenk ausstrahlen und das Gehen, den Sport oder sogar einfach nur bequemes Stehen beeinträchtigen.
Der Ballenzeh kann auch die benachbarten kleineren Zehen in Mitleidenschaft ziehen. Wenn der große Zeh beginnt, in einem Winkel über die anderen Zehen zu reichen, wird er verstärkten Druck auf den zweiten Zeh ausüben oder ihn nach oben drücken. Das führt zu Hammerzehen oder Schwielen bei den kleineren Zehen.

Konservative Behandlung

Zunächst sind geeignete Schuhe zu wählen, mit niedrigen Absätzen, aus weichem Material und breitem Zehenspielraum. Handelsübliche Ballenpolster verringern den Druck auf die Erhebung. Auch entzündungshemmende Medikation verschafft Erleichterung, beseitigt jedoch nicht die Ursache.

Operative Behandlung

Eine ursächliche Beseitigung der Ballenzehdeformation ist nur auf operativem Wege möglich.
Die Entscheidung hierzu ist abhängig vom subjektiven Leidensdruck.
Wenn die Ballenzehbeschwerden selbst mit ausreichend dimensioniertem Schuhwerk und Zuhilfenahme konfektionierter Ballenpolster immer stärker und beeinträchtigender werden, sollte eine operative Ballenzehkorrektur durchgeführt werden. Das Ergebnis ist die normale Stellung des Fußes und die Funktion des großen Zehengelenkes. Durch verschiedene operative Verfahren wird die korrekte Achse des ersten Mittelfußknochens und die Stellung des Großzehengrundgelenkes wieder hergestellt, das Gelenk wird dabei erhalten. In den meisten Fällen kann die Nachbehandlung ohne Gips in einem Spezialschuh über ca. 6 Wochen erfolgen. In vielen Fällen können wir die Korrektur heutzutage bereits in Schlüssellochtechnik durchführen.
Nach der Ausheilung kann der Fuß wieder in jeder Weise, auch sportlich, belastet werden und auch bezüglich des Schuhwerkes gibt es keine Einschränkungen. Eine Wiederkehr des Ballenzehs nach einer Operation wird nur in seltenen Fällen beobachtet.